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Freisprüche im Prozess um Erpressungsversuch im Gefängnis

Prozesse Freisprüche im Prozess um Erpressungsversuch im Gefängnis

Drei Häftlinge aus Hessen sind vom Vorwurf freigesprochen worden, einen Mitgefangenen erpresst zu haben. Für das Frankfurter Amtsgericht stand am Montag nicht zweifelsfrei fest, dass das Trio im Alter zwischen 26 und 38 Jahren tatsächlich von einem prominenten Mithäftling im November vergangenen Jahres 50 000 Euro gefordert hatte.

Frankfurt/Main. Der Generalkonsul der Republik Kasachstan, der damals wegen Zigarettenschmuggels in U-Haft saß, hatte bei der Polizei ausgesagt, dass sein eigenes Leben und das seines Sohnes in Gefahr seien, zahle er nicht.

In der Gerichtsverhandlung konnte sich der Zeuge aber nicht mehr an Einzelheiten erinnern. "Wir wissen nicht, was tatsächlich passiert ist", sagte die Gerichtsvorsitzende im Urteil. Deshalb habe das Gericht die Angeklagten freigesprochen. Sie waren wegen verschiedener Delikte zu teilweise erheblichen Haftstrafen verurteilt worden. Der Generalkonsul wurde schließlich im Frühjahr dieses Jahres zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die angebliche Erpressung soll sich jedoch noch in der Zeit seiner Untersuchungshaft abgespielt haben.

dpa

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