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Frau soll Baby getötet haben

Prozesse Frau soll Baby getötet haben

Eine mutmaßliche Kindsmörderin muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Limburg verantworten. Die heute 23-Jährige soll das Neugeborene am 1. Dezember vergangenen Jahres getötet haben, weil sie die Annehmlichkeiten ihres bisherigen Lebens nicht aufgeben wollte.

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Ein Justizbeamter schließt die Tür zu einem Verhandlungsraum.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Limburg. Die Leiche des Babys wurde allerdings bis heute nicht gefunden. Die Staatsanwaltschaft erklärte zum Prozessbeginn am Donnerstag, "niedere Beweggründe" hätten die junge Frau aus Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) zu der Tat veranlasst.

Die Angeklagte hatte demnach sowohl ihrem damaligen Lebensgefährten, der nicht Vater des Kindes war, als auch ihrer Familie die Schwangerschaft verschwiegen. Ihr Baby brachte sie am 1. Dezember 2015 in einer Gießener Klinik ambulant zur Welt, in gesundem Zustand. Nach wenigen Stunden soll sie mit dem Kind das Krankenhaus verlassen haben. Der Anklage zufolge tötete sie es noch am gleichen Tag, weil sie ihr "unbeschwertes Leben" mit ihrem damaligen Partner in Gefahr sah.

Bei einer Vernehmung hatte die Angeklagte gesagt, der leibliche Vater habe das Baby nach Albanien mitgenommen. Der Staatsanwalt hält das für unglaubwürdig - auch, weil sich die Angeklagte bei ihrer Aussage in Widersprüche verwickelt habe. Die Frau sitzt seit März dieses Jahres in Untersuchungshaft. Wo das Kind geblieben ist, ist nach wie vor nicht geklärt. Der Staatsanwalt sprach von einer schwierigen Beweislage. In dem Indizienprozess sind mehr als 90 Zeugen geladen, fortgesetzt wird die Verhandlung am 5. Januar.

dpa

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