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Frau fährt fremden Kinderwagen weg - Geständnis vor Gericht

Prozesse Frau fährt fremden Kinderwagen weg - Geständnis vor Gericht

Eine fremde Frau schnappt sich einen parkenden Kinderwagen und fährt ihn mitsamt einem zweijährigen Mädchen einfach weg. Sie habe sich nur einen "Spaß" erlauben wollen, sagte die 54-Jährige am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt.

Frankfurt/Main. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Entziehung Minderjähriger vor. Die Frau räumte den Vorwurf ein. Sie hatte demnach den Kinderwagen vor einer Bankfiliale im Frankfurter Stadtteil Höchst entdeckt. Dort hob die Mutter der Zweijährigen gerade Geld ab. Als sie zurückkehrte, waren Wagen und Kind verschwunden. Erst in einiger Entfernung sah sie schließlich die Beschuldigte, die ihr das Kind zurückgab.

In dem Prozess geht es um die Unterbringung der Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus. So soll sie auch eine andere Frau in der U-Bahn mit Fäusten traktiert und einer 86-jährigen in einer Parkanlage eine Schnapsflasche auf den Kopf geschlagen haben.

Ein psychiatrischer Sachverständiger bescheinigte der Frau eine hochgradige schizophrene Psychose. Ohne die regelmäßige Einnahme ihrer Medikamente sei sie eine Gefahr für die Allgemeinheit. Das Gericht verfügte deshalb bereits vor Beginn der Verhandlung die vorläufige Einweisung der Frau in die Psychiatrie. Der Prozess ist vorerst auf drei Tage angesetzt.

dpa

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