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Frankfurter sammelte Sprüche aus dem Uni-Turm

Gesellschaft Frankfurter sammelte Sprüche aus dem Uni-Turm

Albert Schmude konnte dem legendären Universitätsturm in Frankfurt zwar nie viel abgewinnen. Dennoch dürfte kaum jemand den im Februar gesprengten AfE-Klotz so gut kennen wie der 62-Jährige.

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Schmude war Student der Goethe-Universität.

Quelle: Dettmar/Goethe-Universität/dpa

Frankfurt/Main. Bereits 1981 sammelte der gebürtige Franke mehr als 1000 Graffitis an den Wänden und Türen, in den Toiletten und Aufzügen. Vor der Sprengung streifte er erneut durch sämtliche Räume des Lehrgebäudes für Pädagogen und Geisteswissenschaftler, um das Gekritzel zu dokumentieren. Sein Fazit beim Vergleich der Studentensprüche 1981 und heute: "Der Spaß ist raus, die Studenten sind ernster geworden", sagt Schmude im dpa-Interview. Es habe früher lustigere Graffitis gegeben.

Spannend seien aber nicht nur die Sprüche, sondern auch ihre Kommentierungen: "Da findet eine Kommunikation statt zwischen Leuten, die sich nicht kennen", sagt Schmude, einst selbst Student der Goethe-Universität und heute Experte für internationale Aus- und Weiterbildung. "Heute gibt's das auf Facebook, damals aber auf einer Wand, die ja eigentlich ein Symbol für die Trennung ist."

Der 116 Meter hohe Turm am alten Uni-Gelände war am Anfang Februar gesprengt worden. Das 1973 fertiggestellte AfE-Hochhaus (Abteilung für Erziehungswissenschaften) war jahrzehntelang das soziale und kommunikative Zentrum für wissenschaftliche und politische Diskussionen.

dpa

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