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Frankfurter Flughafen: Zoll sieht Trend zu lebendem Souvenir

Kriminalität Frankfurter Flughafen: Zoll sieht Trend zu lebendem Souvenir

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wird der Schmuggel mit lebenden Tieren zum Problem. Der Zoll stellte dort im vergangenen Jahr 14 835 Tiere sicher, deren Einfuhr gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen verstößt - im Jahr davor waren es 2221. "Anscheinend finden es Reisende schick, sich aus dem Urlaub ein lebendes Souvenir mitzubringen", sagte am Freitag der Leiter des Hauptzollamts Frankfurt, Albrecht Vieth.

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Das Hauptzollamt Frankfurt hat 2014 mehr eingenommen.

Quelle: D. Karmann/Archiv

Frankfurt/Main. Am häufigsten fanden sich Schildkröten, Leguane, Warane, Spinnen und Frösche im Gepäck. Die extreme Zunahme kommt allerdings vor allem dadurch zustande, dass viele Touristen Korallen aus dem Urlaub mitbringen - und auf denen wohnen einige Hundert Kleinstlebewesen, die einzeln gezählt werden müssen.

Bei seiner Jahrespressekonferenz präsentierte der Zoll die spektakulärsten Funde am Frankfurter Flughafen. Darunter waren kiloweise zersägte Elefantenstoßzähne, Goldschmuck in Windeln, Drogen in Notebooks oder Jaguarzähne in Putzschwämmen.

Schmuck, Elektronik, Alkohol und Zigaretten gehören weiterhin zu den beliebtesten Waren, die nicht angemeldet werden. 1655 Mal mussten Reisende im vergangenen Jahr deswegen Bußgelder zahlen, 3317 Mal wurde ein Strafverfahren eingeleitet. "Der so verhinderte Steuerschaden beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro", sagte Vieth. 2013 war es nur eine halbe Million Euro gewesen.

Insgesamt kamen 2014 mit Steuern, Zöllen und Abgaben 4,15 Milliarden Euro zusammen, wie Vieth berichtete. 2013 waren es 3,15 Milliarden Euro. Das deutliche Plus ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Zuständigkeit erweitert wurde: Es kamen zwei Zollämter dazu und damit etwa die Verantwortung für die Messe und das Bankenviertel von Frankfurt.

Vier- bis fünfmal täglich stellen die Kontrolleure am Frankfurter Flughafen Drogen sicher. 2014 gab es 1650 Aufgriffe, zehn Prozent mehr als im Jahr davor. 75 Drogenkuriere wurden vorläufig festgenommen, 8 mehr als im Vorjahr. Die entdeckte Rauschgiftmenge ging jedoch zurück: 2014 wurden 624 Kilogramm Drogen entdeckt nach 763,5 Kilogramm im Vorjahr. Das meiste war Kokain.

2014 beschlagnahmte das Hauptzollamt Frankfurt knapp 330 000 Waren, etwa gleich viele wie im Vorjahr. Häufig waren es gefälschte Tabletten, meist Potenzmittel, aber auch falsche Markenuhren, Parfüms, Speicherkarten und - im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft - Mannschaftstrikots sowie ein WM-Pokal für 40 Euro.

dpa

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