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Frankfurter Ausstellung zeigt Bären- und Schamanenkult

Ausstellungen Frankfurter Ausstellung zeigt Bären- und Schamanenkult

Rituale und Kulte um Bären und Schamanen zeigt eine neue Ausstellung in Frankfurt. "Thema ist die kultische Verehrung herausragender Jagdtiere in früheren Jägerkulturen", sagte der Direktor des Archäologischen Museums, Egon Wamers, am Freitag.

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Das Frankfurter Archäologiemuseum zeigt u.a. eine Rekonstruktion eines Bärenkörpers.

Quelle: A. Dedert

Frankfurt/Main. "Das ist weltweit noch nie behandelt worden, auch nicht in der wissenschaftlichen Literatur." Die Schau mit dem Titel "Bärenkult und Schamanenzauber. Rituale früher Jäger" beginnt an diesem Samstag (5.12.).

In der Ausstellung wird gezeigt, wie die ersten Jäger in den Regionen nahe des Nordpols Bären und Geweihträger verehrten. Die indigenen Völker aus Sibirien, Kanada oder Skandinavien jagten etwa die Bären schon vor über 80 000 Jahren, erklärte Kuratorin Liane Giemsch. Nach der Tötung wurden die unversehrten Knochen in Bärengräben beigesetzt. Schamanen sollten dann dafür sorgen, dass die Bären wiedergeboren werden, "um das Gleichgewicht in der Natur zu erhalten." Der Bär galt als Herr des Waldes.

Zu den Exponaten, die zum Teil erstmals außerhalb von Skandinavien gezeigt werden, gehört ein originales Bärengrab sowie der Kopf einer über 4000 Jahre alten Axt in Form eines Elchkopdes aus Schweden. Auch Speere, die noch im 20. Jahrhundert genutzt wurden, präsentiert das Museum. Wamers sagte, "die Jagdkultur der Ethnien hat sich bis in die jüngste Neuzeit erhalten".

dpa

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