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Forscher fordern: Firmen sollen Väter entlasten

Gesellschaft Forscher fordern: Firmen sollen Väter entlasten

Viele Unternehmen in Deutschland sind laut dem Politikwissenschaftler Martin Bujard nicht väterfreundlich genug. "Oft wird gefragt, wie Mütter Beruf und Familie vereinen können - die Väter werden aber übersehen", sagte der Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung der Deutschen Presse-Agentur.

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Martin Bujard fodert mehr Väterfreundlichkeit in Firmen.

Quelle: F.v. Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Studien von Bujard und seinen Kollegen zeigen: Väter haben zunehmend den Wunsch, sich mehr um ihre Kinder zu kümmern, was ihnen jedoch aufgrund langer Arbeitszeiten schwer falle. "Väter arbeiten sogar mehr als kinderlose Männer." Einige Arbeitgeber nähmen nicht genügend wahr, dass ihre Angestellten auch Väter sind.

An diesem Montag hält der 40-Jährige einen Vortrag in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) zu der Frage, was eine väterbewusste Unternehmenspolitik auszeichnet. Anlass ist der Kongress "Beruf, Familie, Männer!" den unter anderem das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und die IHK organisieren.

Bujard ist der Ansicht, es gebe "gewaltige Generationenunterschiede". Die Erwartung der jüngeren Generation sei, dass Väter beruflich auch einmal kürzertreten. Deshalb appelliert er an Unternehmen, dafür zu sorgen, dass Väter keine Probleme im Job bekommen, wenn sie zum Beispiel Elternzeit nehmen. Doch auch Arbeitnehmer seien gefragt: "Väter-Freundlichkeit muss man einfordern."

dpa

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