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Flüssen in Städten soll wieder mehr Raum gegeben werden

Naturschutz Flüssen in Städten soll wieder mehr Raum gegeben werden

Gewässerschützer haben aufgerufen, Flüssen in Städten wieder mehr Raum zu geben. "Der diesjährige Hochsommer hat gezeigt, dass Erholung am Wasser für die Menschen wichtig ist.

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Stadtmenschen verbringen gerne Zeit am Wasser.

Quelle: Roland Holschneider/Archiv

Wiesbaden. Flüsse in der Stadt können wichtige Erholungsräume sein", sagte Walter Binder von der in Wiesbaden ansässigen Stiftung Living Rivers anlässlich des World Rivers Days am Sonntag. Anliegen des Gedenktages ist es, die Wertschätzung der Flüsse weltweit zu fördern. In der Praxis wird das Erholungspotenzial von Flüssen in der Stadt jedoch noch zu selten genutzt, wie die Stiftung kritisierte.

Walter Binder, der Stiftungsexperte für Flussrenaturierung, erklärte: Im 19. und 20. Jahrhundert seien in Deutschland rund 30 000 Kilometer Flüsse baulich verändert worden. Weniger als zehn Prozent davon zeigten heute naturnahe Strukturen. Dies habe Artensterben zur Folge, weil dadurch die Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren gingen.

Verbaute Flüsse in Städten bieten laut Binder nur wenig Anreiz für Erholungssuchende. Der Zugang ans Wasser müsse vereinfacht werden, etwa durch Uferabflachungen. "Immer mehr Städter wissen ihren Fluss zu schätzen, gerade wenn der Weg zum nächsten See oder Meer weit ist", sagte Binder. Dieses Potenzial müsse noch mehr genutzt werden.

Gelungene Beispiele für die naturnahe Umgestaltung von Gewässern böten etwa der Geis in Bad Hersfeld (Hessen) und die Isenach in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz), oder auch die Isar in München.

dpa

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