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Fleisch war nicht koscher: Betrüger zu Bewährungsstrafen verurteilt

Prozesse Fleisch war nicht koscher: Betrüger zu Bewährungsstrafen verurteilt

Nach einem großangelegten Betrug mit nicht koscherem Fleisch sind zwei Frankfurter Geschäftsleute zu Bewährungsstrafen und hohen Geldzahlungen verurteilt worden.

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Der Schaden wurde auf rund 260 000 Euro beziffert.

Quelle: Uli Deck/Symbol

Frankfurt/Main. Das Landgericht sah es am Freitag nach mehrmonatiger Verhandlung als bewiesen an, dass die Angeklagten in mindestens 800 Fällen fälschlicherweise den höheren Preis verlangten, den koscheres Fleisch kostet, das strengen religiösen Vorgaben genügen muss. Die Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen für die Angeklagten gefordert hatte, kündigte Revision beim Bundesgerichtshof an.

Das Landgericht verurteilte den 56 Jahre alten Metzger zu zwei Jahren Bewährungs- sowie 9 000 Euro Geldstrafe (300 Tagessätze). Darüber hinaus muss er 30 000 Euro an einen jüdischen Sportverein zu zahlen. Der 48 Jahre alte Geschäftsleiter des mittlerweile geschlossenen Lebensmittelgeschäfts wurde zu einem Jahr und zehn Monaten zur Bewährung sowie 7 200 Euro Geldstrafe (240 Tagessätze) verurteilt. Auch er muss 30 000 Euro Geldauflage an den Sportverein überweisen.

Die Geschäftsleute hatten die Betrügereien mit der finanziellen Schieflage der Firma begründet. Koscheres Fleisch muss aufwendig aus dem Ausland herbeigeschafft werden, da in Deutschland der Tierschutz die erforderliche Schlachtmethode, das Schächten, verbietet.

dpa

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