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Fingierte Millionen-Aufträge: BGH hebt Urteil gegen Empfänger auf

Prozesse Fingierte Millionen-Aufträge: BGH hebt Urteil gegen Empfänger auf

Der Bundesgerichtshof hat das Untreue-Urteil gegen eine frühere Lufthansa-Sekretärin bestätigt, gleichzeitig aber die Verurteilung ihres Lebensgefährten aufgehoben.

Karlsruhe/Frankfurt.  Der Journalist hatte Werbefilme über die Fluggesellschaft produziert, für die seine Freundin zuvor Aufträge mit einem Volumen von 2,3 Millionen Euro fingiert und erteilt hatte. Auf Revision der Verteidigung hat der BGH das Urteil gegen die geständige Frau zu vier Jahren Haft bestätigt.

Über den vom Landgericht Frankfurt im August 2013 wegen Beihilfe zur Untreue zu drei Jahren verurteilten Filmemacher muss hingegen eine andere Kammer des Landgerichts neu entscheiden, wie zuerst sein Verteidiger mitteilte. Die Bundesrichter zeigten sich in ihrem Beschluss nicht überzeugt, dass er von den Machenschaften seiner Lebensgefährtin gewusst und diese unterstützt habe. Mit seiner Firma hatte der Journalist mit erheblichen Aufwand die Filme realisiert, für die er sogar Fachpreise erhalten hatte. Er hatte in dem Prozess stets betont, seine Arbeit "im guten Glauben" abgeliefert zu haben.

dpa

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