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Feldmaus-Plage in Hessen: Bauern fürchten um Raps-Saat

Agrar Feldmaus-Plage in Hessen: Bauern fürchten um Raps-Saat

Weil sich die Feldmaus in diesem Jahr ungewöhnlich stark vermehrt, fürchten die Bauern in Hessen um ihren frisch gesäten Raps. Die Nager fressen nach Angaben des hessischen Bauernverbandes derzeit fast überall im Land die keimenden Pflänzchen samt Wurzeln auf.

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Eine Fledermaus jagt vor dem nächtlichen Himmel nach Insekten.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Friedrichsdorf. "Es ist ein flächendeckendes Problem. Wir haben keine Möglichkeit, die Tiere zu vertreiben", sagte Generalsekretär Peter Voss-Fels in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Plage hat ein solches Ausmaß erreicht, dass das Umweltministerium in Wiesbaden nach eigener Darstellung sogar die Notfallzulassung eines Mäusegifts erwägt. Gespräche mit dem hessischen Pflanzenschutzdienst seien für Anfang der Woche geplant, sagte eine Sprecherin der Behörde. Der Bauernverband begrüßte die Initiative.

Die starke Vermehrung der Mäuse ist vor allem auf das Wetter zurückzuführen: Der milde Winter hat die Zahl der Nager weniger stark dezimiert als üblich. Während des trockenen Frühjahrs blieben zudem die kräftige Regengüsse aus, die die Mäusebauten sonst überschwemmen. "Die Feldmäuse vermehren sich exponentiell", sagte Voss-Fels.

Da auch die im kommenden Monat anstehende Saat von Gerste und Weizen bedroht ist, haben bereits mehrere Bundesländer den Einsatz von Mäusegift erlaubt - darunter auch Rheinland-Pfalz.

dpa

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