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Fast 32 000 Stunden Stau auf hessischen Autobahnen

Verkehr Fast 32 000 Stunden Stau auf hessischen Autobahnen

Die Blechlawine wächst im ganzen Land. Nach Berechnungen des ADAC ging es im vergangenen Jahr auch in Hessen teils nur zäh voran. Als Gründe nennt der ADAC unter anderem mehr Baustellen.

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Ein kilometerlanger Stau auf der Autobahn A5 bei Frankfurt am Main.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

München/Wiesbaden. Auf den Autobahnen in Hessen hat sich im vergangenen Jahr insgesamt fast 32 000 Stunden lang der Verkehr gestaut. Im Verhältnis zur Länge der Autobahnen liegt das Land damit im bundesweiten Durchschnitt. Die Staulängen von knapp 120 000 Kilometern seien dagegen etwas überdurchschnittlich, berichtete der ADAC in München am Dienstag in seiner Staubilanz. Insgesamt gab es in Hessen knapp 62 000 Staumeldungen.

Baustellen blockierten den Verkehr mehr als im Vorjahr. Die Bautätigkeit habe bundesweit um rund 15 Prozent zugenommen, hieß es. "Vom Bundesverkehrsministerium gibt es mehr Geld für Ausbau und Sanierung. Das ist an sich eine gute Sache. Aber es macht sich einfach bemerkbar", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Am häufigsten gebaut wurde auf den hessischen Autobahnen im August und September (jeweils 64 Baustellen) sowie im Juni (62).

Zum einen könnten Staus über entsprechende Meldesysteme in Fahrzeugen immer genauer erfasst werden, sagte Hölzel. Zum anderen werde aber auch mehr gefahren. "Es ist tatsächlich mehr Verkehr auf unseren Straßen als in früheren Jahren. Das gilt für den Güterverkehr ebenso wie für den Personenverkehr." Hölzel verwies dabei auf Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen, die für 2016 bei der Kfz-Fahrleistung - der Summe aller gefahrenen Kilometer - von einem Plus von 2,5 Prozent ausgeht.

Die hessischen Autobahnabschnitte mit auffällig vielen Staus waren etwa die A643 Mainz-Wiesbaden, die A60 Rüsselsheim-Mainz sowie die A3 Frankfurt-Würzburg. Werden die gemeldeten Stau-Kilometer ins Verhältnis zu den Autobahnkilometern gesetzt, dann belegt die A5 mit 156 Kilometer Stau pro Autobahnkilometer den dritten Platz hinter der A3 und der A8.

Die früheren CDU/FDP-Landesregierungen hatten mit dem Programm "Staufreies Hessen 2015" ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den Verkehrsinfarkt zu bekämpfen. So werden auf einigen Abschnitten der Autobahnen A3 und A5 zu Stoßzeiten die Seitenstreifen für Autos freigegeben. Damit erhöht sich die Kapazität. Auch die Geschwindigkeit wird je nach Verkehrsdichte flexibel geregelt. Das beruhigt den Strom an Fahrzeugen und beugt Staus vor. Politisch ist "Staufreies Hessen 2015" durch das Konzept "Mobiles Hessen 2020" der schwarz-grünen Koalition ersetzt und der Öffentliche Personennahverkehr mehr in Fokus gerückt worden.

dpa

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