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Familientragödie in Marburg: Gericht schließt Mord nicht mehr aus

Prozesse Familientragödie in Marburg: Gericht schließt Mord nicht mehr aus

Marburg (dpa/lhe) – Im Prozess um eine Familientragödie vor dem Landgericht Marburg hat es am Freitag eine unerwartete Wende gegeben. Der 24 Jahre alte Angeklagte könnte nun auch wegen Mordes belangt werden, erklärte der Vorsitzende Richter am Freitag nach Abschluss der Beweisaufnahme.

Der Mann hatte zugegeben, am 30. Mai vergangenen Jahres in Marburg seine 51-jährige Schwiegermutter erstochen zu haben. Diese Tat war bislang als Totschlag angesehen worden. Zudem könnten die Verletzungen seiner Ehefrau und seines Schwagers auch als versuchter Totschlag statt wie bisher als gefährliche Körperverletzung gewertet werden, wie es am Freitag hieß.

Zuvor waren Zeugen vernommen und Protokolle der Internet-Gespräche des Angeklagten verlesen worden. In diesen hatte er einem Freund mehrfach angekündigt, am 30. Mai eine Bluttat an seiner Frau begehen zu wollen. Außerdem habe er um die Beschaffung von Waffen gebeten. Der Freund sagte als Zeuge aus, er habe diese Ankündigungen nicht ernst genommen. Die Verhandlung wird am 5. März fortgesetzt.

dpa

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