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Familienkongress nimmt Alleinerziehende in den Blick

Gesellschaft Familienkongress nimmt Alleinerziehende in den Blick

Die Einelternfamilie ist die einzige Familienform in Deutschland, die wächst. Darauf hat die Familienforscherin Prof. Veronika Hammer (Coburg) am Donnerstag bei einem Kongress über die Lebenswirklichkeiten Alleinerziehender in Frankfurt hingewiesen.

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Eine Mutter und ihr Sohn.

Quelle: Felix Kästle/Archiv

Frankfurt/Main. Die Zahl der Familien insgesamt sinke, berichtete die Soziologin. Auch die Zahl der Ehepaar-Familien gehe zurück - nur Alleinerziehende würden mehr. 

Die Gesellschaft habe diese Lebensform anerkannt, die Politik müsse sie aber stärker unterstützen. "Was Alleinerziehende brauchen, ist auch für die Steigerung der Lebensqualität in Deutschland nützlich und wertvoll", sagte Hammer beim Frankfurter Familienkongress. Nötig seien ein kind-orientiertes Steuersystem, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, eine verlässliche und qualifizierte Betreuung und rigorosere Regeln bei der Einforderung von Unterhalt.

Die Wissenschaft sei dabei umzudenken, sagte Hammer. Nach dem Blick auf die Defizite rückten die Stärken dieser Familienform in den Fokus. Viele Alleinerziehende empfänden sich als belastbar, flexibel, gut organisiert, krisensicher und gut vernetzt - "Kompetenzen, wie man sie auch von Managern erwartet."

dpa

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