Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / -2 ° Regenschauer

Navigation:
Familie Frank Zentrum zieht von Basel nach Frankfurt

Geschichte Familie Frank Zentrum zieht von Basel nach Frankfurt

Bevor das Familie Frank Zentrum in Anne Franks Geburtsstadt für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Beim Umzug von Basel nach Frankfurt gebe aber keine Verzögerung, sagte der Direktor des Jüdischen Museums, Raphael Gross, der Nachrichtenagentur dpa.

Voriger Artikel
Rentner soll Postfilialen überfallen haben
Nächster Artikel
Fliegerbombe reist per Boot zur Sprengung nach Südhessen

Buddy Elias: Umzug des Archivs von Basel nach Frankfurt.

Quelle: Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Auch das Kulturdezernat der Stadt betonte, es gebe keine Probleme bei der Überstellung von Archiv und Nachlass. Zuvor hatte der stellvertretende Leiter Museums, Michael Lenarz, von Verzögerungen gesprochen, dafür aber keine konkreten Daten genannt.

Vor mehr als zwei Jahren hatte der in der Schweiz lebende Cousin von Anne Frank angekündigt, dass Hausrat und Dokumente von Basel an den Main umziehen sollen. Die berühmte Tagebuch-Autorin, die in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden wäre, wurde in Frankfurt geboren. 2015 jährt sich ihre Ermordung im Konzentrationslager Bergen-Belsen zum 70. Mal. "Mit dem heutigen Tag schließen wir einen Kreis", hatte Buddy Elias im Februar 2012 verkündet, als er im Jüdischen Museum die Rückkehr des Hab und Guts der Familie an den Main verkündete.

Bei der Flucht aus Deutschland konnte die Familie einiges ins Schweizer Exil retten: Gemälde, Fotos, Möbel, Bücher und Haushaltsgegenstände. Die Erinnerungsstücke befinden sich bis heute im Familienbesitz. Auch Briefe sind darunter, etwa von Annes Vater aus dem KZ Auschwitz an die Verwandten in Basel. Lenarz zufolge geht es um rund 1000 Objekte, "das meiste davon ist Hausrat".

All das soll künftig als Dauerleihgabe im Jüdischen Museum in Frankfurt aufbewahrt, ausgestellt und der Forschung zugänglich gemacht werden. Doch das Familie Frank Zentrum hat aktuell noch keinen Ort. Das Museum bekommt - unter anderem dafür - einen Erweiterungsbau. Bis der fertig ist, muss der Nachlass zwischengelagert werden. Als Depot ist laut Kulturdezernat das Deutschordenshaus am Ende des Museumsufers im Gespräch, wo bisher das Ikonen-Museum untergebracht ist.

Gross zufolge zieht das Archiv bereits ab August um. Das Material werde in das Archiv-Depot der Stadt gebracht. "Wir sind optimistisch, dass auch die Objekte aus dem Nachlass im Laufe des Jahres nach Frankfurt kommen", sagte Gross. Für die Öffentlichkeit zugänglich seien die Materialien ohnehin erst nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus, mit dessen Bau erst 2015 begonnen werde.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr