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Falsche Verdächtigung: Häftling vom Vorwurf freigesprochen

Prozesse Falsche Verdächtigung: Häftling vom Vorwurf freigesprochen

Mit einem Freispruch ist am Mittwoch vor dem Amtsgericht Frankfurt der Prozess gegen einen Häftling wegen falscher Anschuldigungen gegen zwei Justizbeamte zu Ende gegangen.

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Eine Bronzestatue der Justitia.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Der 35-Jährige hatte im vergangenen November in Frankfurt den Notdienst alarmiert und dabei behauptet, von zwei Bediensteten geschlagen und beleidigt worden zu sein. Nachdem ein Arzt jedoch keine Verletzungen feststellen konnte und die beiden Beamte die Vorwürfe bestritten, wurde der Häftling per Strafbefehl zu 450 Euro Geldstrafe (90 Tagessätze) verurteilt.

Sein Einspruch gegen diesen Bescheid hatte jedoch Erfolg. Laut Urteil besteht trotz entsprechender Zeugenaussagen der Beamten keine abschließende Gewissheit, ob nicht vielleicht doch etwas an den Behauptungen des Angeklagten dran gewesen sei. Bei Zweifeln aber könne man einen Angeklagten nicht verurteilen. Der Staatsanwalt hatte dies noch anders gesehen und 500 Euro Geldstrafe (100 Tagessätze) gefordert. Trotz seines Freispruchs wurde der Angeklagte in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt - er hat noch fünf Monate Freiheitsstrafe zu verbüßen.

dpa

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