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Falsch gestellte Weiche lenkt ICE in verkehrte Richtung

Bahn Falsch gestellte Weiche lenkt ICE in verkehrte Richtung

Eine falsch gestellte Weiche hat einen ICE in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs auf seinem Weg nach Essen in die verkehrte Richtung geschickt. Der Triebfahrzeugführer stoppte am Dienstag nach kürzerer Strecke in Mörfelden-Walldorf, wechselte vom vorderen zum hinteren Zugteil und fuhr zurück, wie die Bahn in Frankfurt mitteilte.

Frankfurt/Main. "Es bestand keine Gefahr, denn die Technik lässt immer nur einen Zug pro Gleis zu", sagte ein Sprecher. Der ICE habe auch nur auf die verkehrte Strecke gelangen können, weil sie frei war.

Der ICE 822 sollte eigentlich vom Frankfurter Hauptbahnhof aus zum nur zwölf Minuten entfernten Flughafen fahren, kam aber gleich Richtung Mannheim völlig verkehrt ab. Als der Zug dann tatsächlich am Flughafen ankam, hatte er laut Bahn eine Verspätung von 18 Minuten. Auf seinem weiteren Weg Richtung Essen seien zwei Extra-Stopps in Limburg-Süd und Montabaur eingelegt worden, um Fahrgästen neue Anschlüsse zu ermöglichen. In Essen habe die Verspätung dann 45 Minuten betragen. Eine Erstattung wegen Verzögerungen gibt es laut Bahn aber erst ab einer Stunde. "In Deutschland fahren 36 000 Züge pro Tag", sagte der Sprecher. "Da kann so etwas schon mal vorkommen."

dpa

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