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Fall Woolrec: Anklage gegen Firmenchef und Gutachter

Kriminalität Fall Woolrec: Anklage gegen Firmenchef und Gutachter

Im Fall der Mineralfaserfirma Woolrec in Mittelhessen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks (hr) vom Mittwoch betrifft das den ehemaligen Firmenchef sowie einen Gutachter, der jahrelang das Produkt für unbedenklich erklärt haben soll.

Braunfels/Gießen. Es gehe um unerlaubten Umgang mit Abfällen in mehr als 50 besonders schweren Fällen, weil aus Gewinnsucht gehandelt worden sein soll. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Gießen bestätigte die Anklage. Nun muss das Landgericht prüfen, ob sie zugelassen wird.

Der Vorwurf der Ermittler: Mehrere Jahre lang soll das bei Woolrec hergestellte Recycling-Produkt einmal im Monat positiv begutachtet worden sein, obwohl Behördenauflagen und Qualitätsanforderungen nicht erfüllt worden seien. Woolrec mit Sitz in Braunfels war nach langem Streit um eine mögliche Schadstoffbelastung im Herbst 2012 stillgelegt worden. Das Unternehmen hatte Abfälle gefährlicher, künstlicher Mineralfasern verarbeitet.

Ein im Auftrag des hr erstelltes Gutachten habe ergeben, so heißt es in dem Bericht weiter, dass das bei Woolrec aus Fasern hergestellte Recycling-Produkt nicht harmlos, sondern krebserzeugend sei.

dpa

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