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Experten hoffen auf neue Erkenntnisse bei römischen Funden in Bingen

Archäologie Experten hoffen auf neue Erkenntnisse bei römischen Funden in Bingen

Bei den Ausgrabungen römischer Mauerreste in Bingen hoffen Archäologen auf neue Erkenntnisse noch in dieser Woche. "Wir sind noch nicht ganz unten", sagte die Archäologin Marion Witteyer am Montag.

Bingen. "Wir haben Reste eines größeren Gebäudes und eines Kellers aus der mittleren Kaiserzeit, also aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christi gefunden."

Im Mittelalter sei eine Latrine in den römischen Keller eingebaut und ein weiterer Keller hinzugefügt worden. "Wir sind erfreut. Wir haben hier einen richtigen Querschnitt von der römischen Zeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit", erklärte die Leiterin der Mainzer Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz weiter. "Das ist ein schönes Beispiel für das Wachsen einer Stadt."

Spekulationen, bei den Funden vor dem einstigen Hertie-Kaufhaus in Bingen könnte es sich um eine Kultstätte für den Sonnengott Mithras gehandelt haben, wies sie vorerst zurück. Zwar könnte es in der Nähe tatsächlich einen Mithras-Tempel gegeben haben. Die bisherigen Funde ließen sich aber damit nicht in Verbindung bringen. Das Binger Hertie-Gebäude wird zu einem Einkaufszentrum umgebaut. Mehrere Medien hatten am vergangenen Freitag über die römischen Funde berichtet.

dpa

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