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Experte: Dürfen Ebola-Länder nicht alleine lassen

Gesundheit Experte: Dürfen Ebola-Länder nicht alleine lassen

Auch wenn Ebola nicht mehr die Nachrichten bestimmt - das Virus ist in Westafrika nicht verschwunden. "Es gibt weiterhin Infektionen. Sie werden zwar weniger, aber es kommt immer wieder dazu", berichtete der Marburger Virologe Stephan Becker.

Marburg. Es sei wichtig, dass auch nach dem Abflauen der Epidemie die betroffenen Länder Unterstützung bekommen: "Man kann diese Länder nicht alleine lassen, ohne internationale Hilfe würde es nicht gehen."

Becker und sein Team hatten sich im vergangenen Jahr am Kampf gegen das Virus beteiligt. Die Forscher untersuchten unter anderem in Westafrika Blutproben auf den Erreger sowie Proben des Ebola-Patienten, der in der Frankfurter Uni-Klinik behandelt wurde. "Dort, wo Patienten in Europa oder in den USA behandelt wurden, hatten wir die Möglichkeit, mehr über den Verlauf der Infektion zu lernen", sagte Becker. Das sei so vorher nicht möglich gewesen.

Die Ebola-Epidemie hatte im Sommer 2014 die Schlagzeilen bestimmt. Nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation sind in den besonders betroffenen Ländern Sierra Leone, Guinea und Liberia seit dem Ausbruch der Seuche im vergangenen Jahr etwa 27 600 Menschen erkrankt und mehr als 11 200 gestorben.

dpa

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