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Ex-VW-Mitarbeiter wegen Diebstahl vor Gericht

Prozesse Ex-VW-Mitarbeiter wegen Diebstahl vor Gericht

Tonnenweise haben zwei frühere Volkswagen-Mitarbeiter Reste aus Katalysatoren mitgehen lassen - und sie gewinnbringend verkauft. Nach mehr als acht Jahren beginnt nun in Kassel der Prozess gegen das Duo.

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Landgericht Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Zwei ehemalige Volkswagen-Mitarbeiter aus Kassel sollen in den Jahren 2007 und 2008 mehr als 18 Tonnen edelmetallhaltige Reste von Katalysatoren gestohlen haben. Deswegen stehen sie von Donnerstag (15. September) an vor dem Landgericht Kassel. Das Diebesgut, sogenannten Monolithenbruch, der laut Staatsanwaltschaft einen Verkehrswert von rund 1,3 Millionen Euro hat, sollen die beiden weiterverkauft haben.

Wegen des Verdachts des schweren Diebstahls müssen sich der 54- und der 60-Jährige vor der 6. Strafkammer des Landgerichts verantworten. Sie sollen mit dem Weiterverkauf mehr als 600 000 Euro erzielt haben. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft. 

Die beiden Angeklagten sollen den Monolithenbruch, Reste des Innenlebens von Keramikkatalysatoren, die mit wertvollen Edelmetallen wie Platin, Palladium oder Rhodium beschichtet sind, beim Recycling von VW auf einem Gelände in Kassel entwendet haben. Wahrscheinlich transportierten sie die wertvolle Fracht in Säcken ab. 

Zudem wird gegen einen 29 Jahre alten Mann aus Kassel verhandelt, der für einen Grundstücksverkauf 200 000 Euro aus dem Gewinn des Duos angenommen haben soll. Er soll von den Taten gewusst haben. Ihm wird Geldwäsche vorgeworfen, es drohen laut Staatsanwaltschaft zwischen drei Monate und fünf Jahre Haft. Nach dem Auftakt sind noch sechs weitere Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil wird Ende Oktober erwartet.

dpa

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