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Ex-Freundin überfahren: Verteidiger spricht von Tat im Affekt

Kriminalität Ex-Freundin überfahren: Verteidiger spricht von Tat im Affekt

Ein 26-Jähriger hat vor dem Wiesbadener Landgericht gestanden, seine Ex-Freundin nach einem Streit mit dem Auto mehrfach überfahren und getötet zu haben. Der Verteidiger des Mannes bestritt am Freitag zum Prozessauftakt jedoch, dass sein Mandant einen Mord geplant und begangen habe.

Wiesbaden. Der Anwalt sprach stattdessen von einer Handlung im Affekt und einer Tragödie.

Sein Mandant könne und wolle sich aber nicht herausreden, erklärte der Anwalt. Eine Aussage werde der Angeklagte in dem Verfahren nicht machen, sondern sich "schweigend verteidigen". Der Mann soll sein Opfer im Sommer vergangenen Jahres dreimal mit dem Wagen überrollt haben. Die Anklage wirft ihm Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Eine Zeugin schilderte in dem Prozess, dass das ehemalige Paar vor der Tat lange gestritten habe. Nachdem sich die 22-Jährige energisch von ihm abgewendet hatte, sei der Mann dann mit seinem Wagen neben der jungen Frau hergefahren und es habe weiter Streit gegeben. Ob die Frau vor der Tat gefallen sei, habe sie nicht sehen können. Sie habe jedoch beobachtet, dass der Wagen an einer Stelle schnell vorwärts und rückwärts und dann davon gefahren sei.

Der Mann war nach seiner Flucht in einem Wiesbadener Krankenhaus aufgegriffen worden. Dorthin war er von einem Polizisten gebracht worden, nachdem er einen leichten Auffahrunfall verursacht und im anschließenden Verhör auffallend viel geweint hatte und sehr verzweifelt wirkte. Der Prozess soll am 27. Juni (9.00 Uhr) fortgesetzt werden.

dpa

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