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Ex-Ehefrau mit Waffe aus Lokal geholt: Prozess um Geiselnahme

Prozesse Ex-Ehefrau mit Waffe aus Lokal geholt: Prozess um Geiselnahme

Weil er seine Ex-Frau mit einer Waffe zu einer Aussprache zwingen wollte, muss sich ein Kraftfahrer seit Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt dem 48-Jährigen Geiselnahme und einen Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last.

Frankfurt/Main. Er hatte im Mai 2011 mit der Schreckschusspistole in der Hand ein Lokal betreten und sie auf seine 40 Jahre alte Ex-Frau gehalten, die sich jedoch schnell fügte und mit dem Mann auf einen Parkplatz fuhr. Andere Kneipengäste alarmierten die Polizei. Die Waffe kann aus der Nähe gesundheitliche Schäden verursachen und fällt deshalb unter das Waffengesetz.

Vor Gericht gab der Angeklagte zwar zu, mit der Waffe in das Lokal gekommen zu sein. Alles weitere sei jedoch "einvernehmlich" passiert. Hintergrund war offenbar der Ärger des Mannes über den neuen Freund der Frau, der an jenem Abend als Sänger in dem Lokal aufgetreten war.

Die Strafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Der nicht inhaftierte Mann musste fast drei Jahre auf seinen Prozess warten, weil die Richter mit Haftsachen überlastet sind, die grundsätzlich Vorrang haben.

dpa

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