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Erneut Kerosin über Rheinland-Pfalz abgelassen

Luftverkehr Erneut Kerosin über Rheinland-Pfalz abgelassen

Erneut hat ein Flugzeug mit einem technischen Problem über Rheinland-Pfalz große Mengen des Treibstoffs Kerosin abgelassen. Es habe sich um eine Boeing 747 der Lufthansa gehandelt, sagte ein Sprecher der Deutsche Flugsicherung (DFS) im hessischen Langen am Mittwoch.

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Eine Maschine der Lufthansa.

Quelle: Peter Endig/Archiv

Langen. "Das kann ich bestätigen." Darüber hatte zuerst die Tageszeitung "Die Rheinpfalz" berichtet.

Die Maschine, die auf dem Weg von Frankfurt nach Orlando im US-Bundesstaat Florida gewesen sei, habe wegen Fahrwerksproblemen umkehren müssen. Um gefahrlos landen zu können, ließen die Piloten 75 Tonnen Kerosin über der Pfalz, dem Saarland, dem Hunsrück und der Eifel ab. Im vergangenen Mai hatte ein Flugzeug von Air Canada 54 Tonnen Kerosin über der Westpfalz abgelassen. 2016 wurden sechs Fälle von sogenanntem "Fuel Dumping" über Rheinland-Pfalz gezählt.

Der DFS-Sprecher wies darauf hin, dass es sich beim "Fuel Dumping" um ein Notverfahren handele, über das allein der Pilot entscheide. Die Flugsicherung weise ihm nur ein Gebiet zu, über dem er das Kerosin versprühen könne. Die Mindesthöhe liege bei 1830 Metern. Umstritten ist, wie viel Kerosin verdunstet und wie viel auf dem Boden aufkommt. Auf Antrag von Rheinland-Pfalz hat die Umweltministerkonferenz Anfang Mai die Bundesregierung zu einer erneuten Untersuchung des Umfangs und der Auswirkungen von "Fuel Dumping" aufgefordert.

dpa

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