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Ermittlungen wegen Bestechlichkeit gegen ehrenamtliche IHK-Prüfer

Kriminalität Ermittlungen wegen Bestechlichkeit gegen ehrenamtliche IHK-Prüfer

Das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern und die Staatsanwaltschaft Stralsund ermitteln wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen ehrenamtliche Prüfer der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Neubrandenburg.

Neubrandenburg/Schwerin. Die Ermittlungen im Bewachungsgewerbe stehen im Zusammenhang mit Polizeiuntersuchungen in der Türsteherszene in Hessen, wie ein LKA-Sprecher am Mittwoch in Rampe bei Schwerin sagte.

Am Dienstag seien in zehn Fällen Wohn- und Geschäftsräume von Verdächtigen in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht worden. Die Ermittler in Hessen vermuten, dass mehr als 90 Türsteher im Rhein-Main-Gebiet ihre Sachkundeprüfung für das Sicherheitsgewerbe durch Bestechungsgeld bei den Prüfern im Nordosten erlangt hätten.

Der Hauptgeschäftsführer der Neubrandenburger IHK, Torsten Haasch, erklärte, dass die IHK bereits im Sommer 2014 unter anderem Prüfungsunterlagen für das Bewachungsgewerbe an die Ermittler herausgegeben habe. Die Kammern greifen für solche Prüfungen auf externe Fachleute zurück. Bei der IHK in Neubrandenburg soll es rund 800 ehrenamtliche Prüfer geben.

Laut LKA in Hessen sollen bis zu 1000 Euro pro Bewerber geflossen sein. Auf die Spur der Tatverdächtigen sei die Behörde bei Ermittlungen gegen die Rockergruppe Hells Angels gekommen.

dpa

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