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Erdwärme-Nutzung noch am Anfang: Großes Kraftwerk geplant

Umwelt Erdwärme-Nutzung noch am Anfang: Großes Kraftwerk geplant

Tief in der Erde Wärme anzapfen und dann oben damit heizen - das steckt in Hessen noch in den Kinderschuhen. "In Bezug auf die Energiewende ist Tiefengeothermie nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte der Geologe des Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG), Johann-Gerhard Fritsche.

Groß-Umstadt/Groß-Gerau. Solche Projekte seien aufwendig, würden erst einmal Millionen verschlingen. "Viele Investoren zögern, da richtig loszulegen."

Vor mehr als zwei Jahren startete der Darmstädter Energieversorger HSE in Groß-Umstadt Hessens erste Tiefenbohrung zur Nutzung von Erdwärme - für ein mittelständisches Unternehmen und immer noch das einzige Projekt dieser Art. Allerdings könnte eine wirklich große Anlage folgen. Der Energiedienstleister Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG) plant für 2016 Hessens erstes Geothermie-Kraftwerk. Es soll ein ganzes Gebiet versorgen, allein rund 7200 Haushalte mit Strom.

Mit Problemen durch Bohrungen wie andernorts wird in Hessen nicht gerechnet. "Hier gibt es andere geologische Schichten", meinte wie das Landesamt für Umwelt und Geologie auch der Nabu-Landesvorsitzende Gerhard Eppler. Laut Landesamt ist zudem die Gefahr kleinerer Erdbeben gering, zur Vorsicht gebe es auch ein Monitoring-Programm.

dpa

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