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Eltern scheitern mit Klage wegen behinderter Adoptivkinder

Urteile Eltern scheitern mit Klage wegen behinderter Adoptivkinder

Die Adoptiveltern zweier schwerbehinderter Kinder sind vor dem Oberlandesgericht Frankfurt mit einer Klage gegen das Jugendamt gescheitert. Sie hatten von der Behörde Schadenersatz gefordert, weil Mitarbeiter sie vor der Adoption nicht ausreichend über die gesundheitlichen Risiken der Geschwister aufgeklärt haben sollen.

Frankfurt/Main. Schon vor dem Landgericht war das Paar mit seiner Klage gescheitert, teilte das Oberlandesgericht am Donnerstag mit. Es schloss sich mit seinem Urteil (21. Mai 2014/AZ 1 U 305/12) der Entscheidung an.

Laut Gericht hatten sich die beiden Kinder nach der Adoption 1998 nicht normal entwickelt. Vor drei Jahren wurde festgestellt, dass sie wegen des Alkoholkonsums der leiblichen Mutter schwerbehindert sind. Die Adoptiveltern forderten daraufhin den Unterhalt für die Geschwister von der Stadt zurück und die Übernahme aller künftigen Kosten. Die Jugendamtsmitarbeiter hätten vom Alkoholmissbrauch der Mutter gewusst, argumentierten sie. Weil sie das Problem jedoch nicht ansprachen, seien die Amtspflichten des Jugendamtes in einem Adoptionsverfahren verletzt worden.

Das sah das Oberlandesgericht anders: Die Mitarbeiter hätten nicht zweifelsfrei vom Alkoholkonsum der Mutter und damit von möglichen Schädigungen der Kinder gewusst. Bekannte gesundheitliche Probleme der Frau hingegen hätten sie den Adoptiveltern mitgeteilt. Deshalb gebe es keinen Schadenersatzanspruch gegen die Stadt. Eine Revision hat das Oberlandesgericht nicht zugelassen.

dpa

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