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Eisenbahnfreunde wollen versunkene Dampflok im Rhein bergen

Geschichte Eisenbahnfreunde wollen versunkene Dampflok im Rhein bergen

Eisenbahnfreunde wollen sich im Rhein nahe Germersheim auf eine besonders schwere Schatzsuche begeben: Sie vermuten dort eine im Schlick versunkene Dampflok, die vor mehr als 160 Jahren von einem Schiff aus in den Fluss fiel.

Germersheim. Mit verschiedenen Messmethoden seien sie dem Stahlross auf die Spur gekommen, erklärte Volker Jenderny vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein am Donnerstag. Nun wollen die Eisenbahnfans die Dampflok bergen. Zuvor hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" darüber berichtet (Freitagausgabe).

Seit rund zwei Jahrzehnten recherchieren die Eisenbahnfreunde über die versunkene Dampflok, unter anderem mit Hilfe alter Zeitungsartikel, erklärte Jenderny. Das 1852 in einer Lokomotivfabrik in Karlsruhe gebaute Stahlross sollte demnach auf einem Segler zum Kunden nach Düsseldorf überführt werden. Bei einem heftigen Sturm rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe seien die Halterungen an Deck gerissen und die nagelneue Lok in den Rhein gekracht. Gelingt die Bergung, dann könnten die Eisenbahnfreunde die älteste noch existierende Dampflok Deutschlands präsentieren.

"Unsere Portokasse ist jedoch leer", sagte Jenderny. Daher sei man auf der Suche nach Sponsoren. "Es gibt kein Foto, nur Skizzen von baugleichen Lokomotiven aus der Firma Kessler." Im Sommer soll eine neue Messung mit einem Echolot mehr Aufschluss über die Umrisse der Fluss-Lok geben.

dpa

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