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Ehepaar wegen Computerbetrugs vor Gericht

Prozesse Ehepaar wegen Computerbetrugs vor Gericht

Weil sie mit einem Trick beim Online-Banking beinahe mehrere Firmen um eine sechsstellige Summe gebracht hätten, müssen sich zwei Angeklagte vor dem Amtsgericht Gießen verantworten.

Gießen. Dem Ehepaar aus Freudenstadt (Baden-Württemberg) wird Computerbetrug in 13 Fällen vorgeworfen, wobei es meist beim Versuch blieb. Dreimal waren die beiden laut Anklage zwar erfolgreich, doch konnten die falschen Überweisungen rechtzeitig storniert werden.

Die Vorgehensweise war offenbar immer gleich: Die 46-Jährige soll im November 2014 bei Firmen in Hessen und Baden-Württemberg angerufen und sich als Mitarbeiterin einer Bank ausgegeben haben. Laut Anklage gab sie an, Sicherheits-Updates für das Gerät durchführen zu müssen, das die fürs Online-Banking notwendigen Transaktionsnummern (TAN) generiert. Dazu nannte sie ihrem Gesprächspartner "Codes", die dieser eintippen sollte. Tatsächlich aber gab er keine Codes ein, sondern tätigte unwissentlich eine Auslandsüberweisung.

Zu Beginn des Prozesses am Dienstag räumte die Frau die Taten ein, betonte aber, auf Anweisung ihres 27 Jahre alten Ehemannes gehandelt zu haben. Dieser gab an, "nicht völlig unschuldig" zu sein. Allerdings sei er von Unbekannten bedroht und zu den Taten genötigt worden. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa

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