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Ehemann betäubt und erdrosselt?: Frau verweigert Aussage

Prozesse Ehemann betäubt und erdrosselt?: Frau verweigert Aussage

Weil sie ihren Ehemann zunächst betäubt und danach erdrosselt haben soll, hat sich seit Freitag eine 61 Jahre alte Frau vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Frankfurt/Main. Die Anklage legt ihr heimtückischen Mord zur Last. Die Frau hatte im Januar 2013 den Notarzt gerufen, weil der schwer kranke Mann leblos in seinem Rollstuhl saß.

Eine Untersuchung der Leiche ergab ungeklärte Striemen am Hals. Später wurden größere Mengen Beruhigungsmittel im Magen des Toten sichergestellt. Nachdem alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden, kam die Frau im März 2014 mehr als ein Jahr nach dem Tod des Mannes in Untersuchungshaft.

Am ersten von elf geplanten Verhandlungstagen äußerte sich die Angeklagte weder zu den Vorwürfen noch zu ihrer Person. Während der Ermittlungen hatte sie den Tötungsvorwurf bestritten und die ärztlichen Wiederbelebungsversuche als Ursache der Halsverletzungen genannt. Dies wurde mit einem Gutachten jedoch widerlegt.

Der ursprüngliche Prozessbeginn war am Mittwoch wegen der Blockupy-Demonstrationen verlegt worden. Aus Sicherheitsgründen sah sich de Justizvollzugsanstalt nicht in der Lage, die Angeklagte zum Gericht zu bringen. Der Prozess soll bis Ende April dauern.

dpa

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