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Ehefrau ließ Mann verbluten: Prozess in Limburg

Prozesse Ehefrau ließ Mann verbluten: Prozess in Limburg

Wegen der Tötung ihres Mannes steht eine 61-jährige Frau seit Donnerstag vor Gericht in Limburg. Sie soll den 53-Jährigen im vergangenen November zweimal mit einer Glasschale auf den Kopf geschlagen und ihn dann mit einer Scherbe unter der Achsel geschnitten haben.

Limburg. Das Opfer verblutete in zwei Stunden, ohne dass die stark alkoholisierte Frau Hilfe holte. Die Anklage lautet auf Mord aus niedrigen Beweggründen. Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Herrchen nannte Eifersucht als mögliches Motiv. Der Mann hatte offenbar eine Internet-Bekanntschaft, der er sich zuwenden sollte.

Die Angeklagte äußerte sich zunächst nicht zur Tat, sondern schilderte ihren von Alkohol und Gewalt geprägten Alltag zuhause in Dillenburg. Wegen Körperverletzung und anderer Delikte sei ihr Mann 18 Mal vorbestraft. Er habe sie tagtäglich gedemütigt und geschlagen. Die Frau alarmierte erst am Tag nach der Tat einen Notarzt und wurde in Haft genommen. Die Schwurgerichtskammer am Landgericht befragte am Donnerstagnachmittag einen Gerichtsmediziner zur Todesursache.

dpa

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