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Ehefrau ermordet: Landgericht Hanau verhängt lebenslange Haft

Prozesse Ehefrau ermordet: Landgericht Hanau verhängt lebenslange Haft

Wegen Mordes an seiner Ehefrau ist ein 29 Jahre alter Mann in Hanau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Angeklagte die Mutter eines gemeinsamen Sohnes am 12. Januar dieses Jahres mit 17 Messerstichen getötet hat.

Hanau. Zu dem Zeitpunkt lebte das Paar seit wenigen Wochen getrennt, weil der Mann gewalttätig geworden war. Dennoch kehrte die Frau am Tattag noch einmal in die einst gemeinsame Wohnung zurück.

Der 29-Jährige hatte im Prozess Erinnerungslücken geltend gemacht, aber eingeräumt, dass nur er für die Tat infrage komme. Ein kurz nach der Tat abgelegtes Geständnis hatte er widerrufen.

Der Mann griff nach Feststellung des Gerichts seine gleichaltrige Frau zunächst von hinten mit einem Klappmesser an und stach dann weiter auf sie ein. Hintergrund der Bluttat soll Eifersucht gewesen sein, da der 29-Jährige eine neue Beziehung vermutete. Das bezeichnete der Vorsitzende Richter als "reine Fantastereien".

Der damals fünfjährige Sohn des Paares war zur Tatzeit nicht in der Wohnung. Dort wurde die Tote später von Polizisten entdeckt. Die Beamten waren auf den 29-Jährigen aufmerksam geworden, als er nach der Tat mit dem Auto unterwegs war. Die Polizei vermutete zunächst eine Alkoholfahrt, sahen den Mann aber schließlich blutüberströmt im Wagen - er hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten.

dpa

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