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Drogentransport aus Sorge um herzkrankes Kind: Haftstrafe

Prozesse Drogentransport aus Sorge um herzkrankes Kind: Haftstrafe

Aus Sorge um sein herzkrankes Kind hat ein 41 Jahre alter Mann Drogen-Kurierdienst geleistet, jetzt muss er ins Gefängnis. Das Frankfurter Landgericht verurteilte den Mann am Freitag zu drei Jahren und drei Monaten Haft.

Frankfurt/Main. Er war im vergangenen November aus Venezuela mit zahlreichen Koffern und Taschen auf dem Frankfurter Flughafen angekommen. Bei einer Durchsuchung wurden 9,5 Kilogramm Plastikteile sichergestellt, die mit Kokain durchtränkt waren. Die Teile enthielten knapp 900 Gramm Kokain.

Vor Gericht zeigte der 41-Jährige Bilder seiner herzkranken, neun Monate alten Tochter und Bescheinigungen des Krankenhauses. Mit dem Kurierlohn von 3000 Euro habe er die Behandlungs- und Operationskosten in Griechenland bezahlen wollen, wohin das Rauschgift auch geliefert werden sollte.

Die Strafkammer brachte für die Notsituation des Mannes Verständnis auf: "Straftaten aber darf man trotzdem nicht begehen." Im Strafmaß blieb das Gericht hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von drei Jahren und neun Monaten zurück.

 

dpa

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