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Dreieinhalb Jahre Haft für Messerattacke in Kirche

Prozesse Dreieinhalb Jahre Haft für Messerattacke in Kirche

Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke in einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Kirche ist ein 34-Jähriger aus Ghana in Frankfurt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

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Der Angeklagte wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Quelle: F. May/Archiv

Frankfurt/Main. Das Landgericht ging in seinem Urteil am Freitag allerdings nicht wie die Staatsanwaltschaft von einem versuchten Tötungsdelikt sondern lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus. Der Messerattacke im Juli vergangenen Jahres waren Streitigkeiten der Bewohner über Lärmbelästigungen vorangegangen. Das Opfer musste wegen schwerer Bauchverletzungen notoperiert werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft wegen versuchten Totschlags gefordert. Die Schwurgerichtskammer sah aber keinen Tötungsvorsatz beim Angeklagten. Er sei in einem emotionalen Ausnahmezustand gewesen, nachdem er zuvor bei der Auseinandersetzung über Lärm selbst verletzt worden war. Gewalttaten dieser Art seien ihm darüber hinaus völlig wesensfremd, sagte die Vorsitzende Richterin, die sich auf mehrere Zeugenaussagen berief. Bereits kurz nach dem Stich sei er sehr erschrocken gewesen und habe sich zu der Tat bekannt.

dpa

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