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Drei Jahre Jugendstrafe nach Raserei mit Todesopfer

Prozesse Drei Jahre Jugendstrafe nach Raserei mit Todesopfer

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer in Frankfurt ist ein Verkehrsrowdy vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden.

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Auf der Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Die Strafkammer ging am Donnerstag von fahrlässiger Tötung aus sowie von Nötigung und Beleidigung in einem weiteren Fall.

Der 22 Jahre alte Angeklagte war im April 2015 die Mainuferstraße in Frankfurt-Schwanheim mit 142 statt der erlaubten 70 Stundenkilometer entlang gefahren, hatte zwei rote Ampeln missachtet und war schließlich in das Auto des 43 Jahre alten Opfers geprallt, das bei Grün abbiegen wollte. Der Mann starb an der Unfallstelle.

Ursprünglich war die Anklage davon ausgegangen, dass sich der Unfallfahrer ein illegales Autorennen mit einem Kumpel geliefert hatte. Deshalb war er wegen Totschlags angeklagt. Der Staatsanwalt ging aber in seinem Plädoyer nicht mehr von einem Rennen aus.

Bei dem Strafmaß kam dem Angeklagten zugute, dass er bei der Fahrt nicht angeschnallt war. "Hätte er den Tod des anderen billigend in Kauf genommen, so hätte er auch mit seinem eigenen Tod rechnen müssen", sagte Vorsitzender Richter Uwe Steitz. Dies erscheine jedoch fragwürdig. Der Verteidiger kündigte an, Revision einzulegen.

dpa

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