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Doppelmord am Frankfurter Gerichtsgebäude: Angeklagter schweigt

Prozesse Doppelmord am Frankfurter Gerichtsgebäude: Angeklagter schweigt

Im Prozess um den Doppelmord am Frankfurter Gerichtsgebäude schweigt der Angeklagte weiter. Wie der Verteidiger des 48-Jährigen am Mittwoch vor dem Landgericht bekanntgab, werde er frühestens in der kommenden Woche eine Erklärung seines Mandanten verlesen können.

Frankfurt/Main. Das Gericht ließ sich am dritten Prozesstag vom Verteidiger eines Opfers den Tatablauf am 24. Januar schildern.

Der Rechtsanwalt, der nach dem Kaffeetrinken vor dem Gebäude eine Raucherpause eingelegt hatte, wollte gerade in den Prozess gegen die beiden späteren Opfer gehen, als der erste Schuss fiel. Er sprach von einem "ganz zweifelsfreien Tötungswillen", der bei dem Täter erkennbar gewesen sei. Sekunden lang sei er von ihm selbst mit einer Pistole bedroht worden.

Dem 48-jährigen Angeklagten wird zweifacher Mord zur Last gelegt. Er soll aus Rache zwei Männer mit Schüssen und Messerstichen umgebracht haben, die wegen der Tötung seines Bruders vor Gericht standen und in einem ersten Prozess freigesprochen worden waren. Beim Einstechen auf eines der Opfer habe der Mann etwas von "Gerechtigkeit" gemurmelt, die er bei dem deutschen Gericht nicht bekommen könne, sagte der Zeuge. Der Prozess wird am Freitag mit weiteren Zeugenaussagen fortgesetzt.

dpa

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