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Doppelmord-Prozess: Lebenslange Haft für 81-Jährigen gefordert

Prozesse Doppelmord-Prozess: Lebenslange Haft für 81-Jährigen gefordert

Im Prozess um einen brutalen Doppelmord in Langenselbold hat die Staatsanwaltschaft Hanau lebenslange Haft für den 81 Jahre alten Angeklagten gefordert. Dem Mann wird vorgeworfen im November 2013 bei einer Gewaltorgie seine Tochter mit einem Messer erstochen zu haben.

Hanau. Danach soll er ihren Lebensgefährten mit einem Gewehr erschossen und mehrfach mit einer Mistgabel auf ihn eingestochen haben. Ein Urteil wird am nächsten Dienstag (11.00 Uhr) erwartet.

Als Motiv kam im Prozessverlauf ein Familienstreit zur Sprache. Dabei ging es um die Pflege der bettlägerigen Frau des Angeklagten. Die Tochter wollte aus dem Haus ausziehen und mit ihrem Lebensgefährten zusammenleben.

Der Angeklagte - laut Gutachten voll schuldfähig - schweigt zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger plädierte auf Notwehr und Freispruch. Seine Version des Geschehens: Der Lebensgefährte (51) habe die Tochter (53) erstochen. Im Gerangel der beiden Männer mit einem Gewehr habe sich ein Schuss gelöst. Mit der Mistgabel habe der 81-Jährige nur prüfen wollen, ob der Getroffene noch lebe. Das Gewehr besaß der Mann mit entsprechender Erlaubnis als ehemaliges Mitglied eines Schützenvereins rechtmäßig.

Laut Staatsanwaltschaft spricht die Spurenlage eindeutig gegen den Angeklagten. So wurden unter anderem Schmauchspuren von der Waffe an seiner Hand gefunden.

dpa

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