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Dokumente zu Auschwitz-Prozess sollen ins Weltregister

Geschichte Dokumente zu Auschwitz-Prozess sollen ins Weltregister

Die Akten und Tonbänder zum Frankfurter Auschwitz-Prozess stehen vor der Aufnahme ins Dokumentenregister der Welt. Die deutsche Unesco-Kommission hat die Unterlagen dazu bei der Generaldirektion in Paris eingereicht, wie Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

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Fritz Bauer.

Quelle: Karl Schnoerrer/Archiv

Wiesbaden/Frankfurt. Damit könnten die Dokumente aus der deutschen Nachkriegszeit Eingang ins Unesco-Register "Memory of the World" finden. Ein positives Votum aus Paris, das für kommendes Jahr erwartet wird, gilt als weitgehend sicher: Bisher wurde kein deutscher Antrag abgelehnt fürs digitale Netzwerk, das herausragende Dokumente aus aller Welt umfasst.

Insgesamt geht es um 454 Aktenbände und 103 Tonbandaufnahmen. Der erste Auschwitz-Prozess von 1963 gilt als Wendepunkt bei der Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Deutschland. Es standen 22 Angeklagte, darunter SS-Offiziere und Wachleute, vor Gericht. Zu verdanken ist das Verfahren der Hartnäckigkeit des früheren hessischen Generalstaatanwalts Fritz Bauer. Die geplante Aufnahme sei ein wichtiges Zeichen an die Welt, dass Deutschland sich weiter seiner Verantwortung für die NS-Verbrechen und den Holocaust stelle, sagte Rhein. Derzeit sind 348 Zeugnisse im "Memory of the World", 22 davon aus Deutschland.

dpa

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