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Deutschlands erste Professur zu Mensch-Tier-Beziehungen

Hochschulen Deutschlands erste Professur zu Mensch-Tier-Beziehungen

Die Universität Kassel untersucht künftig die Geschichte der Beziehungen zwischen Tieren und Menschen. Dafür sei Deutschlands erste Professur für Human-Animal-Studies eingerichtet worden, teilte die Hochschule am Freitag mit.

Kassel. "Ohne Tiere lässt sich die menschliche Geschichte nicht erklären", sagte Juniorprofessorin Mieke Roscher.

Ein Problem der Tiergeschichte sei, dass Tiere keine Quellen hinterlassen - außer etwa ihren Knochen, die in Gräbern zusammen mit denen ihrer Besitzer zu finden seien, sagte die Historikerin. Es gelte deshalb, diese Quellen "neu zu lesen".

Ein Schwerpunkt der Forschung sind Tiere während des Nationalsozialismus. Die Perspektive der Einbindung von Tieren in das ideologische Konzept der Nazis ermögliche viele neue Einblicke. So stamme das erste deutsche Tierschutzgesetz aus dem Jahr 1933. Darin gebe es eindeutig antisemitische Tendenzen. Zudem seien später auch Hunde für den Krieg gemustert und "eingezogen" worden.

Die Juniorprofessur in Kassel entstand im Rahmen des Schwerpunkts "Tier-Mensch-Gesellschaft" des Loewe-Förderprogramms, den das Land Hessen seit dem vergangenen Jahr mit rund 3,6 Millionen Euro fördert.

dpa

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