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Debatte über Lahn: Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt

Schifffahrt Debatte über Lahn: Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt

Die Zukunft der malerischen Lahn mit viel Wassertourismus ist ungewiss. Manfred Kutscher, Ehrenvorsitzender des Vereins Pro Lahn, hat Zweifel an der weiteren touristischen Nutzung.

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Luftaufnahme zeigt die Lahn bei Bad Ems. Foto: Thomas Frey/Archiv

Lahnstein/Limburg. "Es wird nichts mehr investiert und nur das Nötigste gemacht. Die Wehre sind über 100 Jahre alt. Da kann heute oder morgen was abbrechen. Dann gibt es Überflutungen." Langfristig befürchtet er, dass die Lahn für den Wassertourismus "geschlossen werden soll".

Im Wassertourismuskonzept des Bundes heißt es zu Freizeitwasserstraßen, Naturgewässern und Güternebenwasserstraßen mit vielen Wehren und Schleusen: "Die Anlagen sind überaltert, was zu hohen Unterhaltungskosten führt. Die Ausgaben sollen überprüft und künftig effizienter eingesetzt werden." Vom Tisch sind allerdings frühere Überlegungen, der Lahn den Titel Bundeswasserstraße und so die Zuständigkeit des Bundes zu entziehen.

Der Bund erarbeitet nach Angaben seines Verkehrsministeriums bis 2025 mit Rheinland-Pfalz, Hessen und "allen Akteuren vor Ort" ein Entwicklungskonzept für den Fluss. Eingebettet ist dieser zehnjährige Prozess in das EU-Projekt "Living Lahn" (Lebendige Lahn), abgekürzt LiLa. Dieses soll den Fluss ökologisch aufwerten, den Hochwasserschutz verbessern und den Tourismus vorantreiben.

Laut LiLa-Projektleiter Jens Maltzan startet die Beteiligung der Öffentlichkeit für das Entwicklungskonzept - auch Lahnkonzept genannt - an diesem Samstag in Gießen mit einem Workshop. Zwei weitere Workshops folgen am 23. September in Limburg und am 30. September in Bad Ems.

dpa

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