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Darmstadt zeichnet Mundart aus: Erster "Spirwes"-Preis

Sprache Darmstadt zeichnet Mundart aus: Erster "Spirwes"-Preis

Südhessische Mundart wird in Darmstadt hochgehalten - und jetzt bekommt das Gebabbel sogar eine Auszeichnung. Der "Spirwes", ein jährlicher Preis "für Maulkunst und Lebensart", wird vor dem traditionellen Heinerfest zum ersten Mal überreicht.

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Das Datterich-Festival startete mit der Lokalposse «Datterich».

Quelle: F. v. Erichsen/Archiv

Darmstadt. "Wir wollen dafür sorgen, dass sich die Mundart nicht verabschiedet", sagte der Sprecher der Preisverleiher, Frank Horneff. "Sie soll fester Bestandteil der Stadt und der Region sein." Den mit insgesamt 7000 Euro dotierten Preis vergibt am 26. Juni der Heimatverein "Darmstädter Heiner" zusammen mit anderen Mundart-Freunden.

Eingereicht werden können noch bis Ende März geschriebene, gesprochene und gesungene Beiträge. Der Preis ist in jeweils 3500 Euro geteilt, es gibt einen Künstlerpreis und einen Förderpreis. Beim Künstlerpreis ist das 40. Lebensjahr die Altersgrenze.

Der Name "Spirwes" stammt aus dem 1862 erstmals aufgeführten Mundart-Stück "Der Datterich". Der "Spirwes" ist ein Zechkumpan dieses durstigen Schnorrers, dem vor lauter Alkohol die Hände zittern, er hat also einen "Datterich". "Der "Spirwes" ist die darmstädterischste Figur in diesem Stück", erläutert Horneff.

Die Lokalposse "Der Datterich" wird fast nur in Darmstadt gespielt. Hier sind auch viele Straßen nach Personen aus dem Stück benannt. Vor der Stadtbibliothek steht ein "Datterich"-Brunnen mit Figuren, die bewegt werden können. Der Autor Ernst Elias Niebergall (1815-1843) war ein waschechter Darmstädter.

dpa

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