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DJV stimmt für Aufarbeitung von Stasi-Verstrickungen

Medien DJV stimmt für Aufarbeitung von Stasi-Verstrickungen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) will eine Aufarbeitung der Stasi-Verstrickungen der Presse in Ost und West. Die Gewerkschaft verabschiedete zum Abschluss der Jahrestagung am Dienstag in Fulda einstimmig eine entsprechende Erklärung.

Fulda. Der Bundesvorstand solle eine unabhängige und wissenschaftliche Aufarbeitung anstoßen.

Aufgearbeitet worden seien bislang nur einige Fälle aus dem Rundfunk und Zeitungswesen, die Anfang der 1990er Jahre bekanntgeworden seien, teilte der DJV mit. Das Kapitel Journalismus und Stasi müsse aber dringend umfassend aufgeklärt werden. Der neue DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall sagte: "Schwarz-Weiß-Denken bringt uns nicht weiter. Die Fälle müssen individuell betrachtet werden - und das muss jetzt endlich geschehen." Transparenz sei oberstes Gebot im Journalismus.

Angesichts jüngster Stasi-Vorwürfe gegen mehrere Vertreter des DJV haben sich viele Funktionäre freiwillig zu einer Überprüfung entschlossen. Der Bundesverband hatte im September nach Berichten über einzelne Stasi-Verstrickungen alle Funktionsträger zu einer Überprüfung aufgefordert. Alle Repräsentanten des Verbandes müssten eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stasi-Unterlagenbehörde vorweisen können. In Sachsen-Anhalt hatte im September der komplette Landesvorstand nach Stasi-Vorwürfen seinen Rücktritt erklärt.

dpa

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