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Chef der Frankfurter Rechtsmedizin fordert mehr Obduktionen

Literatur Chef der Frankfurter Rechtsmedizin fordert mehr Obduktionen

Den perfekten Mord gibt es für Marcel Verhoff nicht. "Jeden Mord können wir nachweisen, wenn man die Gerichtsmedizin lässt", sagt der Chef des Frankfurter Instituts für Rechtsmedizin an der Uni-Klinik.

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Der Direktor der Rechtsmedizin Marcel A. Verhoff berät Krimiautoren.

Quelle: Andreas Arnold/Archiv

Frankfurt/Main. Das Problem sei aber, dass heute in Deutschland nur noch ein bis zwei Prozent aller Verstorbenen obduziert würden. "Das ist aus meiner Sicht viel zu wenig", sagt der 45-Jährige.

Gerade bei Verstorbenen in Kliniken gebe es - oft aus Kostengründen - keine Sektionen mehr. "In der Klinik sitzt man dem Irrglauben auf, unsere Medizin ist heute so gut, dass wir alles wissen", kritisiert Verhoff. Bei vielen Obduktionen gebe es aber Befunde, mit denen Ärzte nicht rechneten.

Verhoff ist als Gutachter auch aus dem Kachelmann- und Tugce-Prozess bekannt. Sein Hobby ist, Krimischreiber oder TV-Drehbuchautoren zu beraten. Am kommenden Donnerstag (17.3.) ist er erstmals bei der Frankfurter Kriminacht dabei. Er stellt zusammen mit Jakob Stein dessen neuen Flughafenkrimi "Tödliche Tropfen" vor. Auch in Gießen, wo Verhoff bis 2013 Rechtsmediziner war, hat er viele Jahre beim Krimifestival mitgemacht.

dpa

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