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Busfahrer-Streik wird ausgeweitet: Demo in Gießen

Verkehr Busfahrer-Streik wird ausgeweitet: Demo in Gießen

Die Busfahrer bleiben hart - und bekommen Unterstützung. Auch am Mittwoch wird weiter gestreikt. In Südhessen sogar mehr als bisher.

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Der Busfahrer-Streik in Hessen wurde wie angekündigt fortgesetzt.

Quelle: Susann Prautsch

Frankfurt/Main. Der Busfahrerstreik wird zur Geduldsprobe. Auch am Mittwoch wollen die Beschäftigten von 20 privaten Busgesellschaft weiterstreiken, wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag berichtete. Für die Fahrgäste wird es sogar noch schlimmer: In manchen Orten streiken am Mitte der Woche Kollegen mit, die nach einem anderen Tarifvertrag bezahlt werden.

Solidaritätsstreiks gibt es nach Angaben von Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr Ronald Laubrock in Hanau Gießen und Darmstadt. Dort fahren Busfahrer, die nach verschiedenen Tarifverträgen bezahlt werden, vom selben Betriebshof ab - die einen haben gestreikt, die anderen nicht. Nun soll alles stillstehen.

In Gießen ist am Mittwoch um 10 Uhr eine Kundgebung für die Beschäftigten der Standorte Gießen, Marburg und Gelnhausen geplant. Obwohl es keine landesweite Demo sei, rechnet Laubrock mit großer Beteiligung: "Wir wurden bisher immer positiv überrascht."

Auch am Dienstag blieben in Hessen zahlreiche Busse in den Depots. Die Beteiligung am unbefristeten Streik sei weiterhin "überragend", sagte Laubrock. "Alle sind voll dabei und stehen voll dahinter." Wie lange der Ausstand noch dauert, war am Dienstag nicht abzusehen. "Wir planen von Tag zu Tag", sagte Laubrock.

Am Montag, dem ersten Tag nach den Schulferien, hatten sich laut Verdi rund 80 Prozent der weit über 2000 Beschäftigten am Streik beteiligt. In vielen Städten kam der Linienbusverkehr komplett zum Erliegen. Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) über einen neuen Tarifvertrag.

Die Busfahrer in Hessen werden nach zwei unterschiedlichen Tarifverträgen bezahlt: der Großteil nach dem LHO-Tarif, ein kleinerer Teil nach dem Tarifvertrag Nahverkehr TVN.

Die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ in Frankfurt empfahl - wie auch die Verkehrsbetriebe in den anderen betroffenen Städten - den Fahrgästen, sich frühzeitig über Verbindungen zu informieren.

dpa

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