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Bronze-Pferdekopf-Streit: Auf 1,6 Millionen Euro geschätzt

Justiz Bronze-Pferdekopf-Streit: Auf 1,6 Millionen Euro geschätzt

Im Streit um einen römischen Bronze-Pferdekopf hat ein Gutachter den Wert der Skulptur auf 1,6 Millionen Euro beziffert. Das teilte am Donnerstag das Landgericht Limburg mit, das das Gutachten in Auftrag gegeben hatte.

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Römischer Bronze-Pferdekopf.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Limburg. Die Streitparteien, das Land Hessen und ein Landwirt, hätten nun Gelegenheit zur Stellungnahme, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Gutachter werde sich dann schriftlich oder in einer mündlichen Verhandlung dazu äußern. Auch ein Vergleich sei noch im Gespräch. Zuvor hatte darüber die "Wetzlarer Neue Zeitung" berichtet.

Seit Jahren liegen das Land und ein Landwirt aus Mittelhessen wegen des Pferdekopfes im Clinch. Archäologen hatten die antike Skulptur 2009 auf einem Grundstück des Mannes in Lahnau (Lahn-Dill-Kreis) ausgegraben. Der Wert spielt in dem Rechtsstreit eine wichtige Rolle, denn daran bemisst sich die Entschädigung, die dem Bauer zusteht.

Das Land Hessen hatte, ebenfalls gestützt auf Gutachten, zuletzt einen Wert von 120 000 Euro angenommen, der Landwirt einen von 3,6 Millionen Euro. Der Fall kam Ende 2016 vor Gericht. Der Bauer klagte eine Entschädigung von 1,8 Millionen Euro ein, das Land wollte zunächst nur 48 000 Euro zahlen. Das Landgericht Limburg regte damals einen Vergleich von rund einer halben Million Euro an. Dieser kam aber nicht zustande.

dpa

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