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Bohrverfahren führte zu Brückenunfall - Schadensersatz gefordert

Verkehr Bohrverfahren führte zu Brückenunfall - Schadensersatz gefordert

Das Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz fordert nach dem Bauunfall an der Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz eine Schadensersatzzahlung der zuständigen Baufirma.

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Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Mainz. Man warte zunächst die Antwort des Auftragnehmers, dessen Versicherung und Rechtsbeistands ab, sagte Minister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung des Gutachtens im Innen- und Verkehrsausschuss des Landtages. Grundsätzlich ist der Bund der Träger des Bauprojekts.

Wie das Gutachten ergab, war der Bauunfall durch ein ungeeignetes Bohrverfahren beim Einbringen von Pfählen ausgelöst worden. Am 10. Februar hatten sich ein Pfeiler und die Fahrbahn der Brücke gesenkt, es folgte eine zweimonatige Sperrung. Die vorgelagerte Brücke der vielbefahrenen A 643 sollte im Zuge des Neubaus der Hauptbrücke mit Stützen verstärkt werden.

Durch den Einbau sogenannter Mikropfähle im Untergrund seien Auflockerungen im Baugrund entstanden, "die zur Sackung unterhalb des Fundaments der Achse 33 Ost geführt haben und infolgedessen zur Schiefstellung von Fundament und Stütze". Im Bereich der Achse bestehe der Baugrund aus gesteinsharten Kalksteinbänken und dazwischen liegenden sandigen und feinkörnigen Böden. Die Beschaffenheit sei bekannt und Grundlage der Ausschreibung gewesen.

dpa

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