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Blutiger Streit unter Schwägern: Drei Jahre und zehn Monate Haft

Prozesse Blutiger Streit unter Schwägern: Drei Jahre und zehn Monate Haft

Nach einer Messerattacke auf seinen Schwager ist ein 22 Jahre alter Mann vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. "Obwohl der Angeklagte ihn unmittelbar verfolgt hatte, stach er nicht noch einmal zu, obwohl er dies gekonnt hätte", sagte der Vorsitzende Richter, Klaus Drescher, am Montag.

Frankfurt/Main. Dieses Verhalten sei als "Rücktritt vom versuchten Tötungsdelikt" zu werten, so dass lediglich eine gefährliche Körperverletzung infrage komme.

Ursprünglich musste sich der Angeklagte wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Er hatte sich im Oktober vergangenen Jahres mit dem Schwager zu einer Aussprache auf einem Supermarkt-Parkplatz verabredet. Zuvor war es zum Streit gekommen, weil der Schwager seine Frau, die Schwester des 22-Jährigen, beleidigt haben soll. Statt mit ihm zu reden, stach der spätere Angeklagte ihm aber mit einem Messer in den Bauch und Oberarm. Das schwer verletzte Opfer rannte davon und verursachte auf der Straße einen Verkehrsunfall.

Der 22-Jährige gab die Messerstiche zu. Er habe sich verteidigen müssen und keine Wahl gehabt. Die Rechtsanwältin des Verletzten plädierte dagegen auf acht Jahre Haft wegen versuchten Mordes. Ihr Mandant bekam vom Gericht ein Schmerzensgeld von 3000 Euro zugesprochen.

dpa

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