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Blütenpracht bei Sonne und Regen: Landesgartenschau eröffnet

Kommunen Blütenpracht bei Sonne und Regen: Landesgartenschau eröffnet

Tulpen und Sträucher bei Regen und Sonne: Tausende Blumenfans sind bei durchwachsenem Frühlingswetter zur Eröffnung von Hessens fünfter Landesgartenschau nach Gießen gekommen.

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Landesgartenschau: Rund 5500 Besucher kamen zur Eröffnung.

Quelle: R. Holschneider

Gießen. "Eine Landesgartenschau ist eine riesige Chance für die Stadt und Region, die sie ausrichtet", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Samstag bei der verregneten Eröffnungsfeier. Die Gäste ließen sich aber nicht vom Niederschlag abhalten: Mehr als 7700 Besucher seien es am Auftaktwochenende gewesen, sagte eine Sprecherin der Landesgartenschau am Sonntag. "Für das Wetter, das wir hatten, war das in Ordnung." Allerdings hatten die Veranstalter auf noch mehr Gäste bei besserem Wetter gehofft.

Die Besucher können sich unter anderem blühende Tulpen, Schaugärten und Pflanzenausstellungen ansehen. Bouffier, alteingesessener Gießener, nahm bei der Eröffnung am Samstag mit Vertretern der mittelhessischen Universitätsstadt Gießkannen in die Hand und goss die noch fehlenden Liter Wasser in eine 163 Liter fassende Säule. Die Menge steht für die 163 Tage, an denen die Gartenschau geöffnet ist. Wasser gab es auch von oben - zwischendurch zeigte sich aber auch mal die Sonne.

Am Sonntag boten die beiden evangelischen Kirchen in Hessen und das Bistum Mainz einen ökumenischen Gottesdienst an. Weil es erneut regnete, verlegten die Veranstalter ihn in die sogenannte Lichtkirche. Die beiden großen Kirchen präsentieren sich erstmals gemeinsam bei einer hessischen Landesgartenschau.

Bei dem Gottesdienst sagte Kirchenpräsident Volker Jung von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vor 300 Besuchern: Menschen hätten zu allen Zeiten Gärten gebaut, weil sie sich nach dem Paradies sehnten. Die Lichtkirche auf der Gartenschau sei ein Ort, an dem die Besucher ihre Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte in Gesprächen, Liedern und Gebeten äußern und Trost und Stärke finden können. Die Lichtkirche ist ein Bau aus Holz und lichtdurchlässigem Plexiglas.

Am Eröffnungsgottesdienst wirkten auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und der Weihbischof des katholischen Bistums Mainz, Ulrich Neymeyr, mit. Nach den Worten von Bischof Hein ist die Gartenschau ein "besonderer Ort der Begegnung". Weihbischof Neymeyr sieht in der kirchlichen Zusammenarbeit in Gießen einen "wichtigen Ausdruck der gelebten Ökumene".

Bis zum 5. Oktober stehen mehr als 2000 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Konzerte, Kunst, Comedy, Sport, gemeinsame Aktionen der Kirchen oder Kinderangebote. Die Stadt erwartet 700 000 Besucher.

Die Großveranstaltung steht unter dem Motto "Auf zu neuen Ufern!". Die Stadt will damit auch ihre Gewässer wieder mehr in den Blick rücken. Teiche in der Wieseckaue, dem Hauptausstellungsgelände, wurden zugänglicher gemacht. Uferteile der Lahn, die zur Schau gehört, wurden erneuert. Mit der Gartenschau wolle man auch beweisen, dass Gießen eine liebens- und lebenswerte Stadt sei, sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD).

dpa

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