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Bewährungsstrafe für falsche Mord-Verdächtigung

Prozesse Bewährungsstrafe für falsche Mord-Verdächtigung

Ein Mann hat seinen Nachbarn zu Unrecht des Mordes verdächtigt und in einem Ort in Mittelhessen quasi an den Pranger gestellt. Unter anderem wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung verurteilte das Amtsgericht Gießen den Angeklagten am Mittwoch zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe.

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Prozessbeginn.

Quelle: Daniel Naupold/Archiv

Gießen. Der schwerste Vorwurf aus Sicht des Gerichts: Der 62-Jährige hatte zwischen März 2014 und Februar 2015 in Pohlheim (Kreis Gießen) Plakate mit Namen und Anschrift des Nachbarn aufgehängt. Darauf stand die Frage, was der 46-Jährige mit dem Mord an einem Rentner in dem Ort zu tun habe. Das Verbrechen aus dem Jahr 2011 ist bis heute ungeklärt. Die Verdächtigungen erwiesen sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft als nachweislich falsch.

Offenbar aus Ärger über einen abgestellten Anhänger seines Nachbarn war der Angeklagte zur Tat geschritten, die er erst nach langem Hadern einräumte. Das sichtlich mitgenommene Opfer der Verleumdung berichtete als Zeuge von einer großen Belastung. "Meine Familie hat echt gelitten", sagte der 46-Jährige. Er frage sich, wie man so etwas tun könne. "Ich habe niemandem etwas getan."

dpa

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