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Bewährung für Posträuber in zweiter Instanz

Prozesse Bewährung für Posträuber in zweiter Instanz

Wegen eines Überfalls auf eine Postfiliale in Wehrheim (Hochtaunuskreis) sind zwei 23 und 24 Jahre alte Männer in zweiter Instanz zu Bewährungsstrafen von je zwei Jahren verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Das Landgericht Frankfurt legte seinem Urteil am Mittwoch die "guten Sozialprognosen" der Angeklagten zugrunde und änderte ein erstinstanzliches Urteil des Amtsgerichts von jeweils drei Jahren Haft entsprechend ab.

Im April 2011 hatte einer der Männer einen Supermarkt betreten, in dem auch die Poststelle war, während der zweite im Fluchtauto wartete. Mit einer Spielzeugpistole trieb er die Bedienstete in den Tresorraum im Keller und ließ sich das ganze Bargeld von knapp 18 000 Euro aushändigen. Danach flüchteten die Männer, wurden jedoch später festgenommen worden.

"Wir haben damals an der Realität vorbeigelebt", sagte einer von ihnen vor Gericht. Drogen und Alkohol hätten ihnen das Gehirn vernebelt. Zwischenzeitlich aber seien feste Berufstätigkeiten sowie Drogenabstinenz an die Stelle der "schlimmen Zeit" getreten.

Für die Milde des Gerichts maßgeblich waren auch entschuldigende Worte an das Opfer. Als Bewährungsauflage müssen beide jeweils 1200 Euro an die Frau und an den Inhaber des Supermarktes zahlen.

dpa

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